Mittwoch, 26. Juni 2013

Goldnes Haar! (Teil 2)

Es wird noch einen dritten und letzten Teil geben den ich gerade schreibe. Der kommt aber erst ein bisschen später, aber heute schaffe ich den bestimmt noch. :)

Teil 2
Es dauerte fast 2 Stunden bis das Haus der Familie Graf wieder hübsch und ordentlich aussah. Catrin tat mir Leid. Da keiner hatte das Klo säubern wollen war es an ihr hängen geblieben. Ich verkniff es mir jedoch noch immer die Toilette zu betreten. Es gab auch ein paar Verluste zu beklagen. Zwei Gläser, eine CD und ein Teppich waren hinüber. Jemand hatte wohl alle seine Getränke auf den Teppich verschüttet. „Meine Eltern bringen mich um.“ stammelte Catrin die ganze Zeit. Doch als wir alle geschafft und müde unsere Jacken anzogen, lächelte sie und dankbar an. „Danke für eure Hilfe. Ich glaube die vier Dinge können meine Eltern doch hoffentlich verkraften. Zumindest hoffe ich das sie mir jetzt kein Hausarrest erteilen werden.,“ sagte sie zufrieden. Dann seufzte sie doch wieder. „Obwohl ich mir die Party etwas anders vorgestellt habe.“ Meine große Schwester Tina, legte ihr eine Hand auf die Schulter. „Es gab doch auch ein paar witzige Momente.“ versuchte sie zu trösten. „Moment.“ rief ich und eilte an ihnen vorbei in die Küche zurück. Ich schnappte mir mein Handy vom Tisch und kam grinsend wieder in den Flur. Ich wedelte mit dem Handy. „Nicht das ich das wichtigste vergesse.“ lachte ich. Das mulmige Gefühl was ich bei Ninas abschied gehabt hatte war schon wieder völlig verschwunden. Wir verabschiedeten uns und stiegen in Tinas Auto die zum Glück die ganze Zeit lang nichts von dem Alkohol getrunken hatte. Ich hatte nur zwei Bier getrunken und das zweite erst beim aufräumen um die ekligen aufräum Arbeiten ein bisschen besser zu verkraften. Tina bog auf die Hauptstraße ein und schweigend fuhren wir los. „Bestimmt hat Nina mir schon lange geschrieben und ich habe es total verpasst.“ sagte ich in die Stille hinein. „Das ist aber nicht der Sinn der Sache. Wenn sie dir schon eine Sms schreiben soll, solltest du sie auch lesen sonst bringt das ganze Unterfahren doch nichts.“ sagte Tina. „Ja, weiß ich doch selbst.“ antwortete ich. Mein Handydisplay leuchtete auf. „Hm. Komisch. Keine neuen Nachrichten.“ sagte ich überrascht. „Ruf sie an.“ schlug Tina vor. „Bist du verrückt. Vielleicht schläft sie schon.“ entgegnete ich. „Es war abgemacht das sie dir eine Sms schickt. Also hast du ja jetzt wohl das Recht anzurufen damit du weißt ob alles okay ist.“ sagte sie. Ich nickte. Sie hatte mal wieder recht.
Mit jedem klingeln wurde ich unruhiger. „Geh ran! Geh ran! Geh ran!“ murmelte ich vor mich hin. Ihre Mailbox meldete sich mit vertrauter Stimme. „Hey, das ist die Mailbox von Nina Stieß. Ich bin zurzeit leider nicht erreichbar. Hinterlasse mir doch eine Nachricht oder melde dich einfach später nochmal.“ „Und?“ fragte Tina. „Nichts.“ antwortete ich besorgt und legte auf. Tina fuhr in unsere Auffahrt und wir stiegen beide aus. „Da seit ihr ja endlich. Ich habe mir schon Sorgen gemacht.“ sagte Mom müde. „Ach Mutti. Du hättest doch schlafen sollen.“ schimpfte Tina mit ihr. „Hat Nina sich vielleicht hier gemeldet?“ platze ich dazwischen. „Nina? Nein, wieso?“ fragte Mom verdutzt. Verflucht! „Sie wollte mir eine Sms schicken wenn sie zuhause ankommt und hat sich noch immer nicht gemeldet.“ sagte ich. „Hast du sie schon angerufen?“ „Ja. Aber erst ging niemand dran und dann ging ihre Mailbox an.“ sagte ich niedergeschlagen. Ich hätte schon früher nachsehen sollen ob sie mir geschrieben hatte. Was war ich bloß für eine Freundin? „Versuch es doch auf ihrem Fest...“ doch bevor Mom ihren Satz beenden konnte klingelte das Telefon. Ich raste ins Wohnzimmer und nahm den Apparat so hektisch herunter das er zu Boden fiel. Verlegen nahm ich in wieder in die Hand und fragte atemlos:“Hallo? Thalia Schneider?“ „Thalia? Ist Nina bei dir? Sie ist noch nicht zu hause.,“ das war die äußerst besorgte Mutter von Nina. „Ich hab schon die ganze Zeit bei Catrin angerufen aber keiner hob ab.“ Das Herz rutschte mir in die Hose. „Sie ist nicht zu Hause? Aber sie ist pünktlich um Zwölf Uhr gegangen. Ich bin noch da geblieben um beim aufräumen zu helfen aber Nina wollte schon um Zwölf nach Hause und meinte es mache ihr nichts aus allein zu gehen. Sie wollte sich bei mir melden wenn sie angekommen ist. Das hat sie nicht gemacht. Ich hab sie vorhin auch schon angerufen. Sie sicher auch. Aber niemand ist ran gegangen.“ plapperte ich aufgelöst. „Ich ruf jetzt die Polizei an. Bitte,sag bescheid wenn Nina sich bei dir meldet.“ und schon hatte sie aufgelegt. Ich ließ den Hörer auf die Gabel fallen und lehnte mich an die Wand. Wo war Nina bloß?


Ich konnte es immer noch nicht fassen. Sie sah ihrer Schwester so unglaublich ähnlich. Nina! Ich hatte sie nach ihrem Namen gefragt. Es war ein sehr schöner Name. Nina! Wie eine Melodie in meine Ohren. Diesmal hatte ich mich ja wohl selbst übertroffen. Die kleine Hütte im Wald war schon seit Jahren verlassen. Wie als wenn ich das alles schon gewusst hätte, dass die hübsche Nina ihren Weg in meine Hände fand hatte ich zwei Tage zuvor schon Kameras an die Decke der kleinen Hütte befestigt. Ich wollte schließlich nicht die ganze Zeit im kalten stehen und sie durch das kleine Fenster beobachteten so wie bei Chiara damals. Diese Hütte natürlich, besaß keine Fenster. Das wäre ja noch schöner. Ich lächelte. Lieber im gemütlichen zu Hause sitzen und der lieblichen Nina dabei zusehen wie sie verzweifelte. Natürlich hatte ich die alte Tür erneuert so das sie jetzt mühelos ihren panischen Wutanfällen standhielt.Fantastisch! Einfach fantastisch! „Bitte!“ flehte Nina. Ich konnte sie natürlich nicht hören aber ich konnte ihre Lippen sich bewegen sehen und ihre Worte ließen sich deutlich ablesen. Tränen liefen über ihre Wangen. Sie sah so entzückend aus. Nina. Oh, süße Nina.


Mit jeder Minute wuchs meine Unruhe  Mom hatte mich schlafen geschickt doch schon nach 10 endlosen Minuten hatte ich die Bettdecke zurück geschlagen und war barfuß nach unten getappt. Ich saß im Schneidersitz auf dem Sofa und hielt eine noch dampfende Teetasse zwischen meinen Händen. Das Handy lag vor mir auf dem Stuben tisch und ich konnte nicht anders als die ganze Zeit darauf zu starren. Es war so still das ich mir einbildete meinen eigenen Herzschlag hören zu können. Es war als sprach er immer dieselben Worte. Nina! Nina! Nina! Auch mein Kopf ließ mich nicht in Ruhe. Mit bitterbösen Vorwürfen quälte er mich. Wieso hast du sie nicht einfach begleitet? Wäre das denn so schwer gewesen? Wieso hast du nicht gleich aufs Handy geschaut? Wieso? Deinetwegen wird deine beste Freundin vermisst. Wer weiß wo sie jetzt ist. Hektisch knallte ich die Teetasse auf den Tisch und heißer Tee schwappte auf meine Hände. Ich kümmerte mich nicht darum. Mir war schlecht. Ich musste dringend an die frische Luft einen klaren Kopf bekommen. Ich schnappte mir mein Handy vom Tisch und riss meine Jacke vom haken. Erst als die Tür schon ins Schloss gefallen war fiel mir auf das ich keinen Schlüssel mitgenommen hatte. So ein Mist. Egal. Klingeln konnte ich jetzt auch nicht mehr sonst würde Mom mich sofort wieder ins Bett schicken. Ich hatte ihnen nicht einmal einen Zettel geschrieben. Zumindest hatte ich mein Handy dabei. Wenigstens etwas woran ich gedacht hatte. Ich zog mir meine Jacke an und ging die Straße entlang. Es war still. Kein einziges Auto kam vorbei und auch Fußgänger waren nicht unterwegs. Mir kroch eine Gänsehaut den Rücken hoch. Ich musste unwillkürlich wieder an das Mädchen denken das vor ein paar Tagen ermordet aufgefunden worden war. Wo war das Gleich gewesen? In einem Keller, aber der genaue Ort fiel mir nicht mehr ein. Ob Nina da jetzt auch war? Unsinn! Nein, das konnte nicht sein. Selbst wenn ihr das gleiche wie dem Mädchen – ich erinnerte mich wieder an ihren Namen – Chiara Zügel passiert war, würde er doch nicht gewiss den selben Ort aussuchen. Oder doch? Aber ich wollte nicht gleich von dem schlimmsten ausgehen und auch wenn ich genau wusste das Nina etwas passiert sein musste, redete ich mir trotzdem ein das alles ein großes Missverständnis sein musste. Ohne darüber nachzudenken, bog ich in eine Seitenstraße ab. In keinem der Häuser brannte noch Licht. Kein Wunder es musste schon um halb vier sein. Doch ich hatte mich geirrt. Zumindest in einer kleinen Wohnung in der ersten Etage brannte noch Licht. Ich blickte hinein in die Wohnung, dabei verlangsamten sich meine Schritte. Es war eine hübsche kleine Küche und am Fenster stand ein junger Mann der mich wie gebannt anstarrte. Ein Schreck durchfuhr meine Glieder doch er währte nur eine Sekunde, dann hatte ich mich wieder beruhigt. Es war der Mann der uns heute im Klamotten Laden begegnet war. Dieser Merkwürdige Typ der einfach in einem Damen Laden hineinspaziert und gleich nachdem er uns gesehen und wir wieder in der Kabine verschwunden waren, wieder hinaus gegangen war. Kein Grund sich gleich so zu erschrecken Thalia, mahnte ich mich selbst. Geh einfach weiter. Aber konnte ich mir wirklich sicher sein das es auch genau dieser schräge Typ war? Er hatte schließlich einen Hut und eine Sonnenbrille getragen und lange gesehen hatte ich ihn auch nicht. Doch irgendetwas an diesem Mann dort, der mich noch immer anstarrte machte mir Angst. Ich beschleunigte meine Schritte wieder und war froh als ich in die nächst beste Straße abbiegen konnte.



War das nicht gerade die Brünette gewesen? Hatte Nina irgendwie mit ihr in Kontakt treten können. Panik erfasste mich und ich rannte wieder in mein Arbeitszimmer zurück. Nein, nichts hatte sich verändert. Was für ein absurder Gedanke das Nina ihre Freundin kontaktiert hatte. Selbst wenn es so gewesen wäre was hätte sie dann hier gewollt? Nina war hier schließlich nicht und sie wusste auch nicht wo ich mich versteckt hielt. Niemand wusste das. Nina saß auf den Boden und weinte noch immer. Ob ich hingehen und sie trösten sollte? Sie hatte kaum noch Wasser übrig. Ich wollte die hübsche kleine Nina doch nicht dursten lassen. 

Ellen

Kommentare:

  1. Ich fibde es spannend, weil es aus 2 verschiedenen Perspektiven erzählt wird.
    Ich habe schon mal ein Buch gelesen, mit der selben Art und Weise.

    Wow, mach weiter so <3

    AntwortenLöschen
  2. Würde es dich stören, wenn ich deine Geschichten irgendwann mal rezensiere?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich meine, dass ich eine Kurzrezi zu deiner Geschichte schreibe, denn warum eigentlich nicht?

      Löschen
    2. Okay, kann ja nicht schaden :D
      wo schreibst du die denn hin ? :)

      Löschen
    3. Auf meinen Blog? Wo denn sonst? Aber erst bals, ich versprecheschon mal, ich vergesse es nicht!

      Löschen