Mittwoch, 14. August 2013

Der Vogel im Käfig!

Der Vogel im Käfig!

Völlige stille herrscht im Haus,
das Licht geht an, das Licht geht aus,
flackert wie im Kerzenschein,
nur das Vöglein ist allein.
Sitzt starr auf derselben Stelle,
ist gefangen in der Zelle.
Keine Chance sich zu bewegen,
kann sich nicht selbst verpflegen.
Sitzt fest in seinem Dreck,
wünscht es sich, will hier weg.
In den Himmel hinauf Schwingen,
mit den andren Vöglein singen.

Wartet nun auf seinen Herr,
dabei mag es ihn nicht sehr.
Doch es fühlt sich so allein,
da könnte es nicht schlimmer sein.
Was war das? huscht vorbei,
es entschlüpft vor Angst ein Schrei.
Vor dem Gitter, taucht es auf,
ein Kindergesicht sieht hinauf.
Öffnet die Tür, nimmt ihn heraus,
schleppt ihn durch das ganze Haus.
In den Garten, an die Luft,
schöner Gesang und Rosenduft.
Öffnet die Hand und sagt dabei,
Flieg schon los, du bist jetzt frei.
Mein Vater, hat es nicht kapiert,
hat nicht gesehn, was mit dir passiert,
Ja, er ist so oft so stur,
doch du gehörst zur Natur.“

Heut kann das Vöglein singen,
sich in den Himmel schwingen,
hat oft an das Kind gedacht,
bewacht es in der dunklen Nacht.

Ellen

Das hätte ich auch als Kurzgeschichte schreiben können fällt mir gerade auf. Aber das kann ich ja immer noch machen.  Soll ich denn? 
Ein bisschen anders als meine sonstigen Vierzeiler. :)
Gefällt es euch trotzdem?