Sonntag, 26. Januar 2014

Überarbeitung meiner Kurzgeschichte...

Wer selbst gerne mal ab und zu schreibt und Lust hat einer von meinen Kurzgeschichten ein Ende zu verpassen kann ja mal auf diesen Link hier gehen. -> http://schillernde-libellen.blogspot.de/2014/01/jetzt-seit-ihr-wieder-dran.html 
Hier findet ihr eine freiwillige Aufgabe für euch und ich würde mich sehr freuen wenn sich ein paar finden die dort mitmachen wollen. Für mich ist diese kleine Geschichte beendet, doch das Ende ist sehr abrupt und ich wäre gespannt wie ihr der Geschichte eine neue Richtung verleiht. :)
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Ich habe die Kurzgeschichte hier schon einmal geschrieben, doch der Sinn ist nicht so deutlich geworden. Das eigentliche Thema habe ich ziemlich verschluckt und habe sie so noch mal ein wenig - wie ich hoffe - aufgebessert.

ÜBERARBEITUNG:
DIE DUNKELHEIT IN EWIGKEIT


Unsere kleine Wohnung war mir vertraut. Ich kannte jedes Eck und ich liebte sie wahrhaftig. Müssten wir hier jemals ausziehen, wäre es als würde meine Welt verschwimmen. Alles wäre mir Fremd. Die Wände, die Türen, die Richtungen aber am meisten das Gefühl der Sicherheit, die mir meine vertraute Umgebung schenkte. Ich gähnte und legte mich in mein Bett. Ich merkte es nicht als mir die Augen zufielen, es war ja ohnehin stockdunkel.

Ich saß auf einer Parkbank und streckte mein Gesicht der Sonne entgegen. Sie war so schön warm. So hell. Ich liebte die Sonne. Sie war mir so vertraut.. Ich lächelte schwach. „Hi Finja. Schon wieder hier?“ fragte mich meine beste Freundin Kati die plötzlich hinter mir aufgetaucht war. Ich sah sie an. Sie war hübsch. Zweifellos. Sie hatte Meer blaue Augen und goldene Locken, die ihr Gesicht umrahmten. Kein Wunder wieso die Jungs sie so begehrten. „Lass uns doch zum Strand hinunter gehen. Ich darf es dir zwar nicht sagen, aber die Jungs schmeißen da eine Überraschungsparty zu deinem Geburtstag. Ich soll dich dahin lotsen.“ sie grinste. Bereitwillig stand ich auf. „Ich weiß von nichts.“ strahlte ich. Zusammen liefen wir zum Strand hinunter. Die Häuser erschienen mir freundlich mit ihren kunterbunten Farben die sie schmückten. Manche waren sogar mit Graffiti besprüht. Die Sonne versank allmählich hinter den Wolken und hinterließ einen rötlichen schimmer am Horizont. „Die Party dauert doch nicht allzu lange oder?“ fragte ich plötzlich panisch, denn als ich zu den sich verdunkelnden Himmel hinauf sah, schauderte ich. Verwirrt sah mich Kati an. „Wieso? Abends macht es doch viel mehr Spaß. Wir wollen grillen und...“ „Ich will das nicht. Ich will zu Hause sein bevor es dunkel wird.“ sagte ich bestimmt. Kati runzelte die Stirn. „Aber dann kannst du ja nicht einmal eine Stunde bleiben. Es ist doch deine Party.“ warf Sie ein. „Ist mir egal.“ sagte ich. Panik schnürte mir die Kehle zu. Plötzlich versank der letzte Rest der Sonne hinter dem Horizont, dabei war es doch eben noch hell und der Himmel von einem beruhigenden Blau gewesen. Langsam kroch die schwärze auf mich zu. „Nein.“ rief ich und rannte ich die entgegengesetzte Richtung. Nach Hause. Nur nach Hause. „Finja.“ rief Kati mir nach doch ich hielt nicht an. Die Dunkelheit versetzte mich in Panik. Wenn sie mich erst einmal umhüllt hatte wusste ich, würde sie mich nie wieder loslassen können. Noch während ich in die nächste Straße einbog, versank die Welt um mich herum schon in endlose schwärze.

Schweißgebadet setzte ich mich im Bett auf. Wie spät es wohl war? Mein Wecker hatte noch nicht geklingelt. Vorsichtig stand ich auf und tastete mich zum Badezimmer, wo unser großer Spiegel an der Wand hing. Ich berührte das kalte Glas. Mir schnürte sich die Kehle zu. Ich konnte mich nicht sehen. Ich konnte überhaupt nichts sehen. Ich wünschte ich wäre nicht aufgewacht. Träume waren so lebendig. So voller Farben die mir vor zwei Jahren, nach meinem Unfall genommen worden waren. Doch ich hatte sie nicht vergessen. Jeden Tag rief ich mir die Farben erneut ins Gedächtnis, doch nach zwei Jahren in ständiger Dunkelheit, verblassten sie allmählich. Erst das Träumen, brachte sie mir wieder zu mir zurück. Langsam ging ich in mein Zimmer zurück und schloss die Tür ab. Ich wollte noch ein bisschen alleine sein. Allein in der ewigen Dunkelheit.

Ellen