Montag, 15. September 2014

Schatten ; Teil 3

Heute gibt es mal wieder einen nächsten Teil. Ich habe nicht nach Rechtschreibung geguckt, also vergebt mir. ;)

Schatten ; Teil 3

Der Schultag ging schnell vorüber. Der Test war überraschend leicht und ich konnte ihn guten Gewissens abgeben und hoffte sehr, dass ich diesmal vielleicht etwas besseres als eine Vier zu Stande gebracht hatte. Ich hatte in letzter Zeit viel zu wenig für die Schule getan. Doch trotz allem ging mir der Alptraum nicht aus dem Kopf und ich begann mich zu fragen ob ich vielleicht den Verstand verlor. Auch Kim fiel auf, dass ich nicht ganz bei der Sache war. "Was ist los mit dir? Wenn du dir Sorgen über deine Note machst, kann ich dich beruhigen. Sie sagte, wir schreiben noch mindestens eine Arbeit in diesem Halbjahr. Es kann also alles noch werden." sie zwinkerte mir aufmunternd zu und ich versuchte mich an einem lächeln, dass nicht so aussah als würden meine Nerven gleich reißen. "Ja, das ist eine Erleichterung." Ich spürte nicht das Bedürfnis mich Kim anzuvertrauen. Alpträume die einen Paranoid machten, gehörten in Bücher und Filme und nicht in die reale Welt. Sie würde mich sicher auslachen und für verrückt erklären. Ich hielt mich ja selbst für übergeschnappt, wie sollte sie es dann anders tun? 
Um meine Nerven zu beruhigen und den albernen Traum endgültig aus meinem Kopf zu streichen, fragte ich Kim ob wir zu mir gehen und uns unterwegs in eine Eisdiele setzten wollten. Ich hätte nicht fragen brauchen, denn Kim war total verrückt nach Eiscreme und ich wusste ihre Antwort schon, bevor sie auch nur den Mund aufmachen konnte. Wir schulterten unsere Schultaschen und machten uns auf den Weg. 
Die Eisdiele lag direkt neben unserem Haus und war daher der häufigste Treffpunkt von Kim und mir. Die uns schon längst vertraute Glocke schrillte, als wir den Laden betraten und die Kellnerin, Jenny, winkte uns fröhlich zu, wofür ich sie bewunderte, wenn man bedachte, dass sie Tabletts voller Eisbecher auf beiden Armen trug. Das Cafe' war mal wieder brechend voll und wir mussten uns in die hinterste Ecke quetschen. Während wir einen Blick auf die Karte warfen, blickte ich immer wieder nach oben um mich zu vergewissern, dass uns niemand beobachtete. "Wieso sind wir wirklich hier?" fragte Kim und musterte mich kritisch. Erschrocken sah ich sie an. "Was meinst du?" "Du siehst aus als würdest du jeden Moment damit rechnen, dass eine Bombe losgeht. Und das schon den ganzen Tag. Wenn du über etwas reden willst, dann jetzt." sie lächelte, doch ich konnte ihren missmut in den braunen Augen erkennen. Sie wusste immer, wenn ich etwas verschwieg. "Es ist nichts." wiegelte ich ab und klappte die Karte entschlossen zu. Plötzlich hatte ich eine Gänsehaut auf den Armen. Das lag jedoch nicht an der Temperatur des Raumes oder aber den Wind, den die Karte beim zuklappen verursacht hatte. Ich hob den Blick und ließ ihn wachsam durch Cafe' wandern. Nichts. Alles schien völlig normal. Erleichtert seufzte ich auf und wollte mich gerade wieder entspannt zurück lehnen, als mein Blick an einer schwarzen Gestalt hängen blieb. Ich schnappte nach Luft und mein Herz fing augenblicklich an zu rasen. Vor dem Cafe' konnte ich eine dunkle Gestalt ausmachen. Sie trug einen langen Mantel und ihr Gesicht war unter einer riesigen Kapuze verborgen. Irrte ich mich etwa? "Was ist los?" fragte Kim verwundert und folgte meinem Blick. "Siehst du diese Gestalt vor dem Cafe' mit der Kapuze und dem langen Mantel?" fragte ich. "Nein." antwortete sie knapp und ich sah sie einen Moment verwirrt an. Ich hob einen Finger und deutete aus dem Fenster. "Dort." sagte ich und sah wieder hinaus. Mein Herz machte einen erneuten Satz und mir klappte erschrocken der Mund hinab. Die Gestalt war verschwunden.

Ellen